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Massieren bedeutet Berühren. Und Berührung ist etwas, nach dem wir uns im Grunde alle sehnen. Es ist die Grundlage jeglichen Kontaktes, jeglicher Gemeinschaft, jeglichen Austausches. Schon ein Blick kann berühren, ein Wort oder eine Geste. Doch der unmittelbare Hautkontakt ist nach wie vor etwas ganz besonderes. Leider wird diese Art der Berührung immer seltener, da wir vermeintlich nicht genug Zeit dafür haben, oder nicht so recht wissen, wie, oder schon gar nicht auf die Idee kommen, körperliche Berührung mit anderen Menschen außer unseren allernächsten auszutauschen.

Doch eine Welt ohne Berührung wäre eine ärmere Welt. 

Eine Welt, in der viele Menschen sich trauen, sich gegenseitig zu berühren, dagegen eine reiche Welt voller Kontakt, Mitgefühl und Verständnis. Massagen lassen das Verständnis füreinander wachsen, egal wie unterschiedlich wir im Denken, Tun und Leben auch sein mögen. »Gabe und Gegengabe begründet Freundschaft, wenn sonst nichts entgegensteht.« So steht es in der isländischen Edda. Und gibt es eine schönere Gabe und Gegengabe, als das gegenseitige Berühren?

 Kein Wunder also, das Massagen heilsam sind. 

Heilsam nicht nur für den Körper sondern auch für Seele, Verstand und Geist. Berühren und berührt werden betrifft uns immer als ganzes Wesen – jede Massage ist daher eine ganzheitliche Heilkunst. Eine Heilkunst übrigens, die jeder Mensch anwenden kann! Denn das Wesentliche an der Massage ist nicht die Technik, sondern die Hinwendung zum oder zur Anderen, zu unserem Gegenüber: Die Absicht, Gutes zu tun, Wohlbefinden zu verschaffen und zu heilen. Wenn wir uns dieser Art der Hinwendung öffnen, wissen unsere Hände meist ganz von alleine, was gut tut und was zu tun ist. Ob wir dann ganz genau den Anweisungen des Lehrbuchs folgen, ist sekundär, denn wichtiger als das, was wir tun, ist, wie wir es tun.

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